Hohe Arbeitsintensität als Ursache für Depressionen

In dieser Studie der BAuA wurden die Arbeitsbedingungen unabhängig von den Mitarbeitenden mittels objektiver Arbeitsanalysen bewertet. 517 Beschäftigte aus drei Branchen (Banken und Versicherungen, Gesundheitswesen und Öffentlicher Dienst) nahmen an der Studie teil. Theoretische Grundlage waren das Job Demand/Control Modell  von KARASEK & THEORELL (1990) sowie das Effort/Reward-Imbalance Modell  von SIEGRIST (1996a). Die Schwere der Depressionen wurden anhand des standardisierten klinischen Interviews und depressive Verstimmungen mittel eines Screening-Verfahrens diagnostiziert; 92 Mitarbeitende wurden als depressiv eingestuft, 292 als psychisch gesund (die übrigen Teilnehmenden wurden aus dieser Analyse ausgeschlossen, weil sie z.B. bereits vor Eintritt ins Arbeitsleben an depressiven Verstimmungen litten).
Die objektiv bewertete Arbeitsintensität (=job demands, d.h. Zykluswechsel, zeitliche Freiheitsgrade, Widerspruchsfreiheit, Störungen/Unterbrechungen und Möglichkeit zu Delegieren) stehen mit dem Auftreten von Depressionen in Zusammenhang. Das heißt: Je höher die objektive Arbeitsbelastung, desto häufiger traten sowohl Depressionen als auch depressive Verstimmungen bei den Beschäftigten auf.
Ebenso erhöht mangelnde soziale Unterstützung durch KollegInnen und soziale Stressoren (ß = 0,46) das Risiko depressiver Verstimmung oder eine Depression.
(Quelle: http://www.baua.de/de/Publikationen/Fachbeitraege/F1865.html)

 

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