Die Kunst des Lobens – ein Gespräch über die Streicheleinheiten in der Wirtschaftswelt

Mehr dazu in der neuen Ausgabe des Blickpunkt KMU 3+4/2016, S. 52-57 More »

HR-Risiken II

Einstellen von neuen MitarbeitendenRisiken:
– es werden unpassende KandidatInnen eingestellt,
möglicherweise gibt es auch systematische Fehler im Rekrutierungsprozess, so dass die falschen Kandidaten das Auswahlverfahren erfolgreich durchlaufen?
Risikokontrollfragen:

  • haben ALLE potentiellen KandidatInnen den gesamten Screeningprozess durchlaufen?
  • Gibt es eine Probezeit? Wird diese auch genutzt, um die Passung von Anforderungen, Eignung & Neigung zu überprüfen?
  • Wurden den KandidatInnen Versprechen gemacht, die nicht eingehalten werden können?
  • hat die/der neue Mitarbeitende den Arbeitsvertrag und das Personalreglement unterschrieben, BEVOR sie/er eingestellt wurde?

Austritt von Mitarbeitenden – Risiken:
Eigentum? Reputation? Entlohnung?

  • fordern wir Ausrüstung und Information über die Organisation zurück, die wir den austretenden Mitarbeitenden überlassen hatten?
  • werden nach dem Austritt alle Zugriffsrechte und Zugangscodes deaktiviert?
  • führen wir ein Austrittsbefragung durch?

Quelle: W.F.Cascio & J.W.Boudreau (2012). Strategic Human Resources Management. Cambridge University Press.

HR-Risiken I

Compensation & Benefits – Risiko von Unterschlagung u.ä.
Kontrollfragen:

  • Wer ist zeichnungsberechtigt?
  • Wie viele Personen sind für eine Auszahlung notwendig?
  • Sind Kontrollen im Prozess eingebaut?

Führung der Mitarbeitenden – Reputationsrisiken, persönliche Daten werden bekannt, Fürsorgepflichten werden verletzt:

  • Ist die Orientierung und Einarbeitung neuer Mitarbeitender ausreichend?
  • Gibt es angemessenen Schutz und Kontrolle auch ausserhalb des Unternehmens und ausserhalb der üblichen Öffnungszeiten?
  • Gibt es Stellenbeschreibungen für ALLE Stellen in der Organisation, die bei Veränderungen auch nachgeführt werden?
  • Gibt es eine angemessene Rückmeldung der Leistungen für die Mitarbeitenden?
  • Gibt es Regeln, wenn Mitarbeitende ihre Leistungsziele nicht erreichen oder sich nicht an Vorgaben halten?
  • Gibt es Datenschutzbestimmungen? Werden diese eingehalten?
  • Haben wir verständliche Regeln und ein verständliches Personalreglement?

Arbeitssicherheit und Gesundheit – Berufsunfälle, Umweltschäden?

  • Sind unsere Arbeitsbedingungen sicher und überprüfen wir diese regelmässig?Bieten wir regelmässig Sicherheitstrainings an?
  • Überwachen wir das Tragen von persönlicher Schutzausrüstung?
  • Sind unsere Sicherheitsrichtlinien aktuell und werden die Sicherheitsverantwortlichen regelmässig geschult?

Quelle: W.F.Cascio & J.W.Boudreau (2012). Strategic Human Resources Management. Cambridge University Press.

Risiko-Optimierung als HR-Strategie

7 Antworten auf das Risiko nicht genügend geeignete Arbeitskräfte zu finden

*   den Bedarf an Arbeitskräften, getrennt für die unterschiedlichen Berufsgruppen
ermitteln, um bestehende und zukünftige Ungleichgewichte zu entdecken
und diesen entsprechend entgegen zu wirken.
*   Arbeitgeber-Marketing, das Offenheit für Migration zeigt
*   Turn brain-drain into brain-gain:
ehemailige Mitarbeitende ermutigen, das in anderen Organisationen oder im Ausland Gelernte “zuhause” anzuwenden
*   Beschäftigungsfähigkeit verbessern – durch Bildung,
die praktische Fertigkeiten und theoretische Kenntnisse unterstützt, lebenslanges
Lernen und  ständige Weiterentwicklung von Fähigkeiten und Fertigkeiten
*   vertikale und horizontale Entwicklungsmöglichkeiten anbieten
*   zeitweise und virtuelle Mobilität unterstützen,
z.B. durch befristete Einsätze oder Studienaufenthalte
*   den Pool vergrössern: Frau, Berufserfahrene und Angehörige von Minderheiten.

Quelle: W.F.Cascio & J.W.Boudreau (2012). Strategic Human Resources Management. Cambridge University Press.

 

Prävention: Zu Tode gefürchtet ist auch tot.

Reanimation der Arbeitsmotivation

Was tun, wenn die Arbeitsmotivation von Mitarbeitenden so weit abgesunken ist, dass sie sich für mehr oder weniger lange Zeit mit einer Krankschreibung aus dem Arbeitsprozess abmelden? Dieses MCC eBook liefert Vorgesetzten und HR-Verantwortlichen eine Fülle von einfach handhabbaren Ideen und Massnahmen, um Mitarbeitende wieder in den Arbeitsprozess zurück zu führen. Darüber hinaus erhalten Sie anhand dieses Leitfadens ein HR-Controlling-Instrument, das die Auswirkungen Ihres Personalmanagements anhand von harten Daten widerspiegelt, dargestellt an zwei praktischen Fallbeispielen.
Damit Sie zukünftig kritische Personalsituationen rechtzeitig erkennen, finden Sie in diesem MCC eBook leicht verständlich aufbereitete wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse, für die gezielte Erhaltung der Mitarbeiterproduktivität:

  • Gesundheitsgefährdete Mitarbeitende viele Monate im Voraus erkennen
  • Fragen können wie Küsse schmecken: Vorbereitung und Formulierungshilfen für schwierige Mitarbeitergespräche
  • Führen durch Verführen: mit Arbeitserleichterungen die Rückkehr in den Arbeitsprozess erleichtern
  • “Soft factors” als “hard figures” abbilden: Controlling und Benchmarks im Fehlzeitenmanagements
  • Drei Fallgeschichten über Absenzen- und Casemanagement sowie soziale Teilhabe

http://www.berufliche-weiterbildung.biz/soft-skills-ebooks/arbeitsmotivation-ebook/

Steigender Anteil psychischer Leiden an den IV-Neurenten

Zwar sind absolut die Neurenten in der Invalidenversicherung zurück gegangen. Allerdings zeigt die IV-Revision auf die Berentung aufgrund psychischer Erkrankungen anscheinend wenig Wirkung:
Erhielten 1996 erst 34 % der IV-RentnerInnen finanzielle Unterstützung wegen eines psychischen Leidens, so betrug ihr Anteil im Jahr 2012 bereits 49 %.
Die OECD in ihrem neuesten Bericht über psychische Probleme in der Erwerbsbevölkerung hält dies für besonders widersinnig, weil die Zahl der Psychiaterinnen und Psychiater weit höher ist als in jedem anderen OECD-Land und der Zugang zu Gesundheitsdiensten in der Schweiz auch sehr gut ist. Dies deutet darauf hin, dass sich wenig an der  Fehlallokation von Ressourcen im Gesundheitssystem geändert hat, die Prof. Dr. Grawe schon in den 90-er Jahren des letzten Jahrhunderts beklagt hat (Grawe, Donati & Bernauer, 1994, S. 698) – zum Schaden der betroffenen Menschen, die unnötig leiden, und dieses unnötige Leiden jährlich ca. 19 Mrd. CHF verursacht – das sind 3,2 % des Bruttosozialproduktes.

Quelle: NZZ am Sonntag, 19. Januar 2014, S. 38; OECD 29.1.2014.

 

Frauen sind der Mehrwert in den Firmen

Unternehmen mit Frauen in den Führungsgremien sind wirtschaftlich erfolgreicher!

Gestützt auf Zahlen der Weltbank stellt CATALIST, eine gemeinnützige Organisation für die Frauen in der Arbeitswelt, ihre Analyseergebnisse vor:
Bei Unternehmen mit Frauen in den Führungsgremien ist
– der ROE Return on Equity um 53 % höher als in männergeführten Unternehmen
– der ROS Return on Sales um 42 % höher
– der ROIC Return on Invested Capital um 66 % höher

Heisst das im Umkehrschluss:
Männer sind das Überrisiko in den Firmen?

Todesarten – Ingeborg Bachmann (1976)

Es gibt viele Arten zu töten:
Man kann einem ein Messer in den Bauch stecken,
Einem das Brot entziehen,
Einem von einer Krankheit nicht heilen,
Einen in eine schlechte Wohnung stecken,
Einen durch Arbeit zu Tode schinden,
Einen zum Selbstmord treiben,
Einen in den Krieg führen usw.

Nur weniges davon ist in unserem Staat verboten.

Arbeitsmotivation nachhaltig und grundlegend zerstören mit Fjodor Dostojewski

Wenn man einen Menschen vollkommen erdrücken und vernichten,
einer so entsetzlichen Strafe unterziehen will,
dass vor ihr selbst der grausamste Mörder erbebte und sie schon im Voraus fürchtete,
so braucht man nur

seiner Arbeit den Charakter vollkommener Zwecklosigkeit und Sinnlosigkeit verleihen.

 

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