Reanimation der Arbeitsmotivation

Mein eBook erscheint in wenigen Tagen in einer 2. Auflage, überarbeitet und erweitert – für alle, die einfache und schnell umsetzbare Anregungen suchen für schwierigen Personalsituationen.
Über Rückmeldungen freue ich mich!

Reanimation der Arbeitsmotivation

Ihre
Hildegard Nibel

Angst einfach abschütteln?

Zum Nachhören und Nachlesen der Beitrag vom Donnerstag, 27. September, im Deutschlandradio Kultur von 19:05 – 19:30 Uhr

https://www.deutschlandfunkkultur.de/tre-gegen-angst-und-stress-koerperuebungen-fuer.976.de.html?dram:article_id=429225

Für die, die es ganz genau wissen wollen
https://www.researchgate.net/publication/326717868_Body-focused_Coaching_for_release_of_chronic_stress_reactions

oder in Jutta Heller (Ed.):
Resilienz für die VUCA-Welt
https://www.springer.com/de/book/9783658210434?wt_mc=Internal.Event.1.SEM.ChapterAuthorCongrat
Körperorientiertes Coaching für resourcenschonendes Auflösen chronischer Stressreaktionen.

Körperorientiertes Coaching zur Auflösung von Stressfolgestörungen

Over the last few years, the limitations of ‚talking cures’ have become more and more apparent, particularly in stress-processing disorders. For this reason, myriad therapy techniques that systematically include body experiences and therewith achieve faster improvement of wellbeing have been developed over the last 30 years. One of these new approaches are the TRE tension and trauma releasing exercises: they are based on the natural human reflex of folding up into fetal position in case of danger and threat (fetal response), and the release of this tension through muscle tremor and shaking oneself off once the danger is over.
With our surveys, we are able to show that trauma consequences do not diminish in general the subjective state of health, but in fact very specific body parts and functions, including the knee and feet, heart, stomach, headache, sleep, and fatigue. The application of TRE leads to reduction of these discomforts in interviewed trauma therapists in Germany and the German-speaking region of Switzerland, as well as in soldiers. These data are consistent with the predictions of the polyvagal theory by Porges (2016, 2011) or the defense cascade by Kozlowska, Walker, P., McLean & Carrive, P. (2015).
https://www.researchgate.net/publication/326717868_Body-focused_Coaching_for_release_of_chronic_stress_reactions
Body-oriented coaching for resource-preserving dissolving of chronic stress reactions
Dr. Hildegard Nibel & Andreas Herold, MSc.

The full article is now available in German, as Chapter 12, in:
Prof. Dr. Jutta Heller: Resilienz für die VUCA-Welt
https://www.springer.com/de/book/9783658210434?wt_mc=Internal.Event.1.SEM.ChapterAuthorCongrat

Arbeitnehmer sind immer öfters krankgeschrieben

so titelten NZZ am Sonntag und der Blick mit dieser angeblichen Hiobsbotschaft von sinkender Belastbarkeit und sinkender Arbeitsmoral der Beschäftigten.
In der Tat sind das
Good news & very good news!
Was eigentlich als Hiobsbotschaft von NZZ am Sonntag und dem Blick gedacht war, sind bei genauerem Hinschauen Good news & very good news:
Steigende Absenzzahlen sind immer mit guter Konjunktur verbunden. Zum einen sind volle Auf-tragsbücher auch mit einer erhöhten Arbeitsbelastung der Beschäftigten verbunden, die des-halb auch eher einmal krank werden. Zum andern kündigen Arbeitgeber kranke Mitarbeitenden auch nicht sofort nach Ablauf der Kündigungsschutzzeit, weil es schwieriger ist, Vakanzen zu besetzen, und weil die Arbeitgeber bei guter Auftragslage hoffen, dass langzeitkranke Mitarbei-tende wieder an ihren alten Arbeitsplatz zurückkehren.

Dass die steigenden Absenzzahlen durch psychische Erkrankungen verursacht werden, ist eine Nachricht, die noch hoffnungsfroher macht:
bisher wurden seelische Erkrankungen weitgehend tabuisiert oder hinter einer körperorientier-ten Diagnose wie Rückenschmerzen versteckt. Nun endlich trauen sich behandelnde Ärzte und Patientinnen, seelische Befindlichkeitsstörungen zu thematisieren und auch zu diagnostizieren. Ehrlichere Diagnosen ebnen darüber hinaus den Weg zu den wirksameren (Psycho-)Therapien bei psychosomatischen Störungen und vermeiden die teure und unnötige Fehlbehandlung und Chronifizierung seelischer Leiden. Das entlastet wiederum die Krankenversicherungen.

Und noch eine gute Nachricht:
seelische Befindensstörungen sind ein frühes Warnzeichen für körperliche Erkrankungen wie Herz-/Kreislauf- oder Krebs. Werden also diese negativen Stimmungen oder starke Stim-mungsschwankungen in ihrer Entstehungszeit ernst genommen, können wirklich schwere kör-perliche Erkrankungen verhindert oder in ihrer Schwere reduziert werden
… auch wenn für viele Arbeitgeber “psychische Erkrankungen” immer noch ein anderes Wort sind für bezahlte Ferien, so sind seelische Befindlichkeitsstörungen ein wertvoller und eigentlich unbezahlbarer Hinweis auf Sand im betrieblichen Gefüge.

Gebetsmühlenartig wird auch immer der Satz wiederholt “Je länger eine Person am Arbeitsplatz fehlt, desto fragwürdiger wird die Rückkehr”. Dieser Zusammenhang stimmt für Diagnosen wie unspezifische Rückenschmerzen, für die sich eine möglichst schnelle Rückkehr in den (Arbeits-) Alltag sehr bewährt hat – statt der früher verordneten Schonung und Bettruhe, die die Schmer-zen verstärkt hat. Aber stimmt das auch für andere Erkrankungen? – Langzeitstudien und die Reaktivierungsquoten in den Pensionskassen zeigen ein anderes Bild: offensichtlich gibt es viele Beschäftigte, die auch nach ein bis zwei Jahren in den Arbeitsprozess zurückkehren, z.B. nach einer Anpassungsstörung oder einer Erschöpfungsdepression. Auch die Unfallversicherungen nutzen diesen Umstand gewinnbringend, indem nach einem Unfall 3 bis 5 Jahren abwarten und erst dann eine Unfallrente gutsprechen, basierend auf der Erfahrung, dass es meist auch noch nach mehr als einem Jahr nach einem Unfall zu deutlichen Verbesserungen der Arbeitsfähigkeit kommt.
In den letzten Jahren wurden auch einige hilfreiche Instrumente entwickelt, um den richtigen Zeitpunkt für die Rückkehr in den Arbeitsprozess zu erkennen. Der finnische Arbeitsmediziner Juha Illmarinen hat heraus gefunden, dass die Einschätzung der eigenen Arbeitsfähigkeit, der sog. WAI Work ability Index, die Rückkehr in den Arbeitsprozess sehr viel besser vorher sagen kann als medizinische Diagnosen oder Begutachtungen. Ganz neu entwickelt wurde deshalb von Compasso auch das REP Resourcenorientierte Eingliederungsprofil, das die Aufmerksamkeit von krankschreibenden Ärz-ten und ihren Patientinnen auf das lenkt, was diese noch oder wieder können. So muss eine gute Konjunkturlage nicht zwangsläufig mit erhöhten Absenzen einher gehen, sondern könnte den optimalen Einsatz der Mitarbeitenden im betrieblichen Leistungsprozess erleichtern.

* VUCA volatil – unsicher/uncertain – chaotisch/chaotic – ambigous/widersprüchlich

Wie gehe ich mit psychisch belasteten Mitarbeitenden um?

Dr. Niklas Baer stellte gestern die Ergebnisse seiner Befragung über den Umgang von KMU mit kranken Mitarbeitenden beim Gewerbeverband der Stadt Basel vor. Aus den Kantonen Basel-Stadt und Basel-Landschaft, Aargau und Solothurnhatten 490 KMU den Fragebogen vollständig beantwortet.
Entscheidend für einen guten Umgang mit psychischen Schwierigkeiten und Krisen ist, dass die/der Vorgesetzte oder die/der KMU-Inhaber ihr/sein Unbehagen im Umgang miteinander früh anspricht. Wie bereits in der Studie von 2011 über “Schwierige Mitarbeitende” deutlich wurde, werden psychische Erkrankungen anfangs in der Regel als Charakterschwäche oder Persönlichkeitsdefizit der Mitarbeitenden missverstanden, und entsprechend Druck aufgesetzt, was die Arbeitssituation eher noch schwieriger macht. Viele Menschen in seelischen Krisen sind sich auch nicht bewusst, wie unhöflich, aggressiv oder verletzend ihr Verhalten auf andere Menschen wirkt. Das anzusprechen hilft den Betroffenen, aus ihrer Selbstzentrierung herauszufinden und wieder den Blick aufs Grössere Ganze zu öffnen.
Der schnellste Weg, sich über eine Sache klar zu werden, ist das Gespräch (Friedrich Dürrenmatt).
Ganz viele nützliche kurze Hinweise finden sich in der Broschüre der Stiftung Rheinleben, Psychiatrie Baselland
https://www.rheinleben.ch/arbeitgeber
oder in den “Hinweisen zum Erhalt des Arbeitsplatzes” des Gesundheitsdepartements Basel-Stadt
http://www.gd.bs.ch/nm/2018-gesundheitliche-probleme-in-kmu-betrieben-praesentation-der-arbeitgeberbefragung-nordwestschweiz-gd.html
Wer mehr erfahren möchte, findet in meinem eBook “Reanimation der Arbeitsmotivation” für 14 CHF auf den Seiten 50-54 kreative Fragen und weitere nützliche Hinweise für die Vorbereitung und Führung von solch schwierigen Gesprächen sowie über die Einführung eines Absenzmanagements
https://www.orellfuessli.ch/suche?utf8=%E2%9C%93&sq=Reanimation+der+Arbeitsmotivation

Die Grippewelle rollt und damit steigen auch die krankheitsbedingten Fehlzeiten?

Jahrzehntelang wurden krankheitsbedingt- und unfallbedingte Absenzen vernachlässigt. Die geballte Aufmerksamkeit von Arbeitgebern und Versicherungen in den letzten Jahren führte zu einem Rückgang der Absenzen. Nachdem die einfach erreichbaren Früchte abgeerntet sind, warten nun insbesondere Mitarbeitende mit psychisch bedingten Erkrankungen auf angemessene Unterstützung

Nibel_HRRM Organisator Oktober 2017

 

Gesund trotz eines kranken Gesundheitssystems?

Fünf Fragen bevor Sie sich einer Behandlung unterziehen:

  1. Was ist der Nutzen für mich als PatientIn?
  2. Was sind die Risiken für mich?
  3. Was gibt es für Beweise für die Wirksamkeit der Behandlung?
  4. Was passiert, wenn ich einfach nur abwarte?
    Was sind Warnzeichen für eine Verschlechterung?
  5. Würden Sie diese Behandlung auch bei sich selber, Ihrem Kind, Ihren Eltern, Ihrer Lebensgefährtin / Ihrem Lebenspartner usw. durchführen lassen?
    Dr. Eckart von Hirschhausen: Wunder wirken Wunder. Hörverlag 2016.

Prävention: vom Schlechten des Guten

Zu Tode gefürchtet ist auch tot …

Stimmungsregulation als Schlüssel des Erfolgs von Prävention

Humor hilft heilen von Dr. Eckart von Hirschhausen

Warum leben Frauen 6 bis 8 Jahre länger als Männer?

Regelmässige Kontakte mit anderen Menschen – drei tragfähige soziale Beziehungen reichen dafür: Susan Pinker in TED

Three Talks to Make You Appreciate You’re a Therapist

 

 

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